Salzburg Hauptbahnhof

Informationen zum Projekt:

Bauherr: ÖBB Infrastruktur AG

Planung: Kadawittfeldarchitektur GmbH

Bauzeit:  2008 – 2014

Eröffnung:  November 2014

 

Die Österreichischen Bundesbahnen haben einen Ruf als klima- und umweltfreundliches Unternehmen.
Dies zeigte sich auch beim Umbau des Salzburger Hauptbahnhofes, der den Spagat zwischen historischen Bhf_Sbg_Energiepfaele_Copyright Oe–BB
Anforderungen – etwa der in Einzelteilen erfolgten Restaurierung der Stahlhalle aus 1909 – und modernen
Aspekten der bis zu 350 Meter langen futuristisch anmutenden Bahnsteigüberdachung schaffte.

Eine ressourcenschonende Erdwärmeanlage passt da gut ins Bild. Sie liefert rund 80 Prozent der Kühlenergie
sowie 55 Prozent der Heizwärme. Im Winter wird dem Erdreich mittels Sonden und Wärmepumpe Wärme
entzogen, im Sommer funktioniert es umgekehrt. Die Erdwärmesonden wurden in einen Teil der statisch
ohnehin unverzichtbaren gut 1.000 Rammpfähle eingelassen. Insgesamt 440 Stück davon liegen in bis zu
15 Metern Tiefe. Ergänzt wurden sie durch 22 Sonden im Bereich der Bahnsteige 2 und 3, die etwa zehn Mal
so weit in den Untergrund ragen.

Rund 270 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Für die ÖBB ist Salzburg neben Wien und
Attnang-Puchheim die dritte Bahnstation, die mit einer modernen Erdwärmeanlage ausgestattet wurde.

Im Herbst 2013, also bereits mehr als ein Jahr vor der feierlichen Eröffnung des Hauptbahnhofs, wurde
dieser mit dem Österreichischen Designpreis ausgezeichnet.