Spurwegebau

Ökologischer Spurwegebau

Spurwegebau. Foto: zement&beton

Betonspurwege für forst- und landwirtschaftliche Wiesen- und Ackerbaugebiete sind eine umweltschonende Variante der Güterwege, bei der nur ein Teil der Fläche mit einem besonders tragfähigen Belag aus Beton versehen wird.
Ein weiterer Vorteil ist sofort ersicht­lich: Das 2-Spurensystem mit grünem Mittelstreifen fügt sich ideal in das Land­schaftsbild ein und erweckt den Eindruck gewachsener Naturwege. Indem Beton aus natürlichen Rohstoffen besteht, handelt es sich hier zu Recht um eine nachhaltige, umweltbewusste Wegebefestigung. Zudem eignet sich die betonierte Ausfüh­rung – im Gegensatz zu Schotter – bestens für schwere Fahrzeuge aus der Land- und Forstwirtschaft. Die Bewirtschaftung des angrenzenden Geländes kann durch die hohe Wegequalität beinahe bis zur Fahrspur erfolgen. Zudem gilt diese Version aufgrund ihrer Langlebigkeit – bis zu 50 Jahre und ohne nennenswerte Erhal­tungskosten – als besonders wirtschaftliche Lösung.

Gebräuchliche Ausführungen

Je nach Funktion des Güterweges – in Zusammenhang mit den angrenzenden Flächen – wird ein geeigneter Spurtyp gewählt. Die gesamte Breite des Weges liegt dabei zwischen 2,50 und 3,00 Metern (2×80 bis 100 cm Fahrspur plus Begrünungsstreifen) und weist eine Dicke von 14 bis 16 Zentimetern auf. Der Einbau kann entweder maschinell vor Ort oder mit­tels Fertigteilen erfolgen. Die Verarbeitung von Frischbeton erfordert die Ausführung von Scheinfugen auf einem Drittel der Spurstärke sowie im Abstand von etwa sechs Metern – je nach Tragfähigkeit des Untergrunds. Bei der Verlegung von Betonfertigteilen sind Pressfugen mit Nut und Feder auszuführen. Da in diesem Fall lange Austrocknungszeiten entfallen, ist eine sofortige Wegebenutzung möglich. Für die Bewehrung der Betonspuren kommen Stahl­fasern zum Einsatz; die Wasserableitung erfolgt an der Oberfläche über eine leichte Querneigung. Eine frost- bzw. tausalz-beständige Ausführung ist nur in Anschluss­bereichen zu Straßen, die mit Salz enteist werden, notwendig.

Langjährige Erfahrung in Lamprechtshausen

Ing. Hans Grießner – Bürgermeister der Gemeinde Lamprechtshausen – vertraut seit mehr als 25 Jahren auf Betonspurwege. Den größten Nutzen sieht er in den kaum vorhandenen Instandhaltungskosten sowie in der relativ günstigen und schnellen Rea­lisierung. Durch den geringen Unterbau – der sich wiederum positiv auf den Preis aus­wirkt – wird außerdem der Wurzelbereich bei Waldungen geschont. Einen weiteren ökologischen Vorteil stellt der Mittelstreifen dar, der sich von selbst begrünt und einen idealen Lebensraum für Kleintiere bietet. Indem es sich bei Beton um ein Produkt aus der Region handelt, ergeben sich durch die kurzen Transportwege bis zum Einbauort weitere positive Effekte für die Umwelt. So werden auch lokale Arbeitsplätze gesichert und die Kaufkraft bleibt erhalten.